DIE SCHULE ÖFFNEN
Schulen können mehr als Lernorte sein. Der Wunsch, sie zu lebendigen Zentren für die Stadtgesellschaft zu gestalten, wird immer stärker. Eine Öffnung der Schulen in den Sozialraum bedeutet, neue Räume des Miteinanders zu schaffen. Kinder und Jugendliche können den Schulalltag mit ihrem Lebensumfeld verbinden.
Die Institution Schule, die sich öffnet und bewegt, soll Gemeinschaft stärken und Teilhabe fördern. Konkret entstehen in Leipzig neue Begegnungsräume: Gebäude und Schulhöfe sind am Nachmittag für die Öffentlichkeit zugänglich. Sie werden von Vereinen, Familien und Nachbarschaften genutzt. So bewegt sich der Stadtteil mehr in die Schule, aber die Schule auch mehr in den Stadtteil. Immer häufiger werden öffentliche Veranstaltungen in der Schule platziert und Parkanlagen für Unterricht und Pause mitgenutzt.

Schule, Museum, Konzertsaal — Der Klangraum im Schumann-Haus ist Teil der musikalischen Bildung der Clara-Schumann-Schule und dient zugleich als Kammermusiksaal. Hier können Kinder und Erwachsene klassische Konzerte erleben.

Ein Raum für alle — Der ursprünglich typische Raum des Leipziger Schultyps dient in der Schule am Palmengarten heute als multifunktionaler Bereich. Er wird als Aula, Veranstaltungsort und Speisesaal genutzt, der Lernen und leibliches Wohl der Schülerinnen und Schüler mit kulturellen Events für den Stadtteil verbindet.

Offenes Werkeln — Die Werkstatt Grünau als Teil der Leipziger Modellschule ist ein kreativer Treffpunkt, der offen für alle ist. Die Container bieten Räume für Jung und Alt. Mit Maschinen und Werkzeugen entstehen Do-It- Yourself-Projekte.


Geteiltes Schwimmen und Klettern — Neben Kursen für Schülerinnen und Schüler gibt es am Werner-Vogel-Schulzentrum Angebote für „Seepferdchenkinder“, Seniorinnen und Senioren sowie den Rehasport. In der Sporthalle der Johanna-Moosdorf-Schule kann man klettern und bouldern – auch jenseits des Unterrichts.


Haus am See — Kinder und Jugendliche des Werner-Vogel-Schulzentrums nutzen neben dem Schulhof auch den benachbarten Erholungspark am Großen Silbersee. Nachhaltigkeit und Umweltpflege gehören zum pädagogischen Credo der Schule.
Offen in alle Richtungen — Der Blick schweift über den Schulhof bis zur Rietzschke-Aue hinter der Quartiersschule Ihmelsstraße. Durch die Nähe zum Park bieten sich gemeinsame Aktivitäten von Schule und Stadtteil an. Im Stadtteilhaus auf dem Vorplatz – zugleich Aula und Mensa der Schule – gibt es Angebote der Familienberatung, des Quartiersmanagements sowie der Musik- und Volkshochschule.

Ein Schritt genügt — Der Kunstraum der Gerda-Taro-Schule öffnet sich zum Schulhof und schafft Platz für kreatives Arbeiten inner- und außerhalb der Schule. Nachmittags wird der Raum zur offenen Werkstatt – die Pädagogin lädt Kunstinteressierte aus der Nachbarschaft ein.



Große Bühne — Die Treppe ist ein Herzstück der Marie-Curie-Schule. Die angrenzenden Mehrzweckräume lassen sich öffnen und schaffen so einen großen Veranstaltungsbereich, der Potenzial für Schule und Stadtteil bietet. Die zentrale Treppe wird zur Bühne für Theater und Chorkonzert.




Fließender Übergang — Aula, Foyer und Schulhof mit einer kleinen Bühne verbinden sich in der Gerda-Taro-Schule zu einem zusammenhängenden Bereich. Er bereichert das Schulleben und kann Raum für Präsentationen und kulturelle Veranstaltungen im Stadtteil bieten.



